Japan 2019, Tag 9

Okay, so langsam hab ich wieder Lust heim zu fliegen. Auf der einen Seite ist es immer was schönes und besonderes nach Japan zu fahren, auf der anderen Seite fehlt schon besonders die Familie und so viele Dinge, die man gewohnt ist.

Ich habe heute darüber nachgedacht, was die Leser dieses Blogs wohl besonders interessieren würde? Es die 7. Japanreise für mich und es stellt sich schon so etwas wie Routine und Vertrautheit mit den Dingen hier ein, dass sie für mich nicht mehr so ungewöhnlich sind, wie sie mal waren oder für jemanden, der noch nicht hier war, wahrscheinlich auch sein würden. Zum Beispiel steht hier an jeder Baustelle mindestens ein Wachposten, der in Darth Vader-Manier mit einem roten Leuchtstab (der natürlich, wenn auch kürzer, nur ein Sith Laserschwert sein kann) den Verkehr regelt, Passanten sicher vorbei lässt und wenn es zwei sind, dann kommunizieren die noch per Walkie Talkie am jeweiligen Ende der Baustelle, wer den Verkehr anhält und wer ihn durchlässt. In Deutschland haben wir dafür Ampeln, hier machen das Menschen, die sich dabei scheinbar auch immer bemühen, besonders wichtig auszusehen. 😄 Oder sie nehmen ihren Job, ganz japanisch, einfach richtig ernst, was ja wiederum sehr vorbildlich ist… „Was ist dein Papa eigentlich von Beruf?“ „Baustellenampel!“ 😳😜😜

Als erstes bin ich heute Früh nach Kashiwa gefahren und habe dort mein letztes Training bei Shiraishi Sensei absolviert. Trainiert habe ich mit Josh, der aus den USA kommt und hier lebt und mit Alan aus Dublin. Noch einmal eine 2 stündige Lektion in „Offbalancing“, „Smart Training“, „Footwalk is so important“und „Sneaky Ninja Ideas“.😊

Als ich von Shiraishi Sensei am Bahnhof Noda Shi ankam, stiegen ein paar junge Leute des „39th Team Tennis Mushi“ mit aus. Ich musste einfach ein Foto machen! Ich denke dass die Vereinsjacken der Jungs in Deutschland jetzt nicht GANZ so populär wären… 😜😄

Zurück in Noda gab es ein großes Mittagessen bei „meinen Omis“ und nach ein paar Besorgungen, fuhr ich dann auch schon ins Honbu Dojo zu Furuta Sensei.

Beim Training dort, hatten wir eine Gruppe aus 4 Deutschen (mit mir), Alan aus Irland und Shoshi San, mit dem ich dann auch trainiert habe. Wir beide hatten jede Menge Spaß und haben viel gelacht. Zum Beispiel hat Shoshi San glaube ich (gerade für seine Größe) die breitesten Schultern, die ich je bei einem Japaner gesehen habe. Mit seinen Muskeln hat er ein Gewicht und eine Standfestigkeit, was man ihm definitiv nicht zutraut. Ich sagte er sei der Hulk von Japan. Wir einigten uns dann darauf, dass er noch nicht so viele Muskeln hat, aber zumindest schon mal ganz grün ist. War ein tolles Training, bei dem Furuta Sensei ein bisschen von den letzten Trainings wiederholte.

Ich schenkte Furuta Sensei und Shoshi San ein T-Shirt unseres Dojo. Damit sind sie jetzt offizielle Mitglieder des Wolfsrudels! 😊🐺

Es sind jetzt allgemein relativ wenig Ausländer zum Training da. Mein Timing der Reise scheint ziemlich perfekt zu sein, denn so wie es den Anschein hat, gibt Soke morgen sein letztes Training in diesem Jahr und auch die anderen Shihan treten jetzt etwas kürzer.

Ausklingen lasse ich den Tag jetzt ganz in Ruhe mit einem Gläschen von meinem Lieblings-Sake. Die ganze Woche im Schnitt über 2x Training merke ich schon. Da fühlt sich der Körper nicht mehr ganz so taufrisch an…

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