Japan 2019 Tag 4

Leider hat die Website sich beim Speichern meines Beitrages aufgehängt. Also nochmal:

Heute war eher mal Kultur angesagt. Ich bin Früh, nach dem ich ein weiteres Mal vergeblich versucht habe die Airline wegen meines Koffers zu kontaktieren, mit mittlerer Krawatte (ob des Fehlen des selbigen) nach Yokohama aufgebrochen.

Also ich noch nicht so viel meiner ca. 2 stündigen Zugfahrt hinter mich gebracht hatte, kam eine Nachricht von Rob, meinem Mitbewohner, dass der Koffer eingetroffen sei. Also kam (zumindest IN mir) die Sonne raus.

<apropos Sonne, kurze Zwischengeschichte, für die die sie noch nicht kennen: als ich vor 2 Jahren hier in Japan war, hat mir eine junge Japanerin gesagt, warum mich viele Leute so komisch angesehen haben. Ich trug im Dezember eine Sonnenbrille. Ich sagte, dass es doch sonnig sei, aber sie meinte in Japan trägt man Sonnenbrillen nur im Sommer. Im Winter kommt das bei den Japanern eher schräg an. Ich sagte, dass es doch aber SONNENbrille und nicht SOMMERbrille heißt!?! Aber sie meinte nein, Sonnenbrillen sind nur für den Sommer!! 😎🙈😎😜>

Zurück zur Fahrt nach Yokohama. Ich hatte Tomoe nach Orten gefragt, die man in Yokohama unbedingt mal gesehen haben muss und sie nannte mir einige. Als erstes bin ich ein paar Kilometer von Yokohama ausgestiegen, um den Soji-ji Tempel aufzusuchen. Google brachte mich zu einem kleinen hübschen Tempel, der zwar sehr schön, aber weit weg von Tomoes Beschreibung eines großen berühmten Tempels weg war. „Hat sie wohl ein bisschen übertrieben!“ dachte ich. Naja, statt wieder in den Zug zu steigen, um weiter nach Yokohama zu fahren entschloss ich mich (obwohl eigentlich noch viel zu weit weg) Richtung Yokohama zu laufen. Als ich ca. 300m weit war, kam ein riesiger von Bäumen gesäumter Weg zum Vorschein. Wie sich herausstellte, was DAS der Weg zum Tempel, der sich dann tatsächlich als sehr großes Gelände mit riesigen beeindruckenden Gebäuden erwies. Im größten der Tempelgebäude hat ein Mönch oder Priester gerade eine Zeremie bzw. Gebet abgehalten, in dem er Texte/Mantras rezitierte und in immer eine Klangschale von ca. 1m Durchmesser anschlug. Wenn er das tat, hat die Schale den ganzen riesigen Raum zum Schallen und Vibrieren gebracht. Man konnte die Vibrationen auf den Haut spüren.

Als ich dann doch weiter nach Yokohama fuhr, bin ich als Nächstes am Yokohama Landmark Tower ausgestiegen. Dort fuhr ich mit dem schnellsten Fahrstuhl der Welt in den 69. Stock, die 360 Grad Aussicht zu genießen.

Von dort aus bin ich über den Deutschen Weihnachtsmarkt nach Chinatown gelaufen, dem größten weltweit (außer dem Land rechts unterhalb von Russland… ). Sehr laut, sehr bunt und man kann überall essen, kaufen oder sich aus der Hand lesen lassen…

Als meine Füße schon relativ gebrannt haben, bin ich dann zum Yokohama Bujinkan Dojo gelangt. Paul und Tomoe haben dort einen tollen Platz gefunden um Yoga und Bujinkan zu unterrichten. Es war ein schönes Training mit Teilnehmern aus Japan und den USA. Wir haben an verschiedenen Möglichkeiten gearbeitet, Grundtechniken und das Kihon im täglichen Leben anzuwenden.

Paul und Tomoe haben mich dann mit dem Auto wieder zurück nach Noda mitgenommen, wo ich endlich meinen Koffer umarmen, knuddeln und liebhaben konnte und nach einer Dusche frische Klamotten und meine heiß ersehnte Jogginghose anziehen konnte.

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