Japan 2019 Tag 1, Freitag 06.12.

Okay, nachdem ich also Freitag Früh in Noda, nach einer leichten gepäckfreien Fahrt, angekommen war, traf ich meine Gastgeber Tomoe und Paul im Kasumi An, dem Hauptgästehaus und Wohnhaus der beiden. Wir gingen lecker essen, wo man sein (seeeehr leckeres) Fleisch direkt auf dem Tisch grillt.

Danach brachte mich Paul in mein Domizil. Ein altes verwinkeltes Japanisches Haus, mit Holz- oder Tatamifußboden, Schiebetüren, Papierwänden usw, aber auch mit modernem Bad, WLAN und einer traumhaften beheizten Klobrille. Ein bißchen wie das Kasumi An (für die die es kennen), nur viel größer und verwinkelter. Ich habe mich am Anfang zweimal verlaufen und mein Zimmer nicht gefunden… Und die Lichtschalter sind echt schräg positioniert. Irgendwie immer genau dort, wo man sie nicht erwarten und suchen würde. Beispielsweise geht die Badtüre nach außen auf, aber wenn sie auf ist, ist der Schalter genau außen dahinter, dass man dann nicht mehr dran kommt. 🙈

Naja, ich bin dann mal einkaufen gegangen. Neue Schlüpfer, Socken, Zahnbürste etc. Später dann noch ein Paar Indoor Tabi (japanische Mattenschuhe) und von Paul habe ich Tshirts und einen schwarzen Gürtel fürs Training bei Soke (unserem Großmeister) leihen können. Damit war ich dafür zumindest ausreichend ausgerüstet.
Unterwegs traf ich meinen Freund Oliver aus Göttingen und wir sind gemeinsam zum Training gelaufen. Dort waren recht viele Leute (was zu erwarten war). Viele davon kannte (und kenne) ich vom sehen oder von Facebook und manche persönlich. Tolle Menschen, geschätzte Lehrer und langjährige Schüler von Soke aus der ganzen Welt. Zum Beispiel meinen Bujinkan Papa Jack Hoban aus den USA (eigentlich habe ich mit Steffen Fröhlich 2 Bujinkan Väter… und einen echten… das klingt irgendwie missverständlich…😳🤔), Stephanie aus Australien, die eigentlich aus Deutschland stammt, Shorn und Marc aus Großbritannien oder Rob und Hiromi (mit der ich trainiert habe) aus Japan.

Als Soke ankam und umgezogen war, setzte er sich erstmal ein paar Minuten auf einen Stuhl und schaute sichtbar zufrieden und erfreut auf seine Schülerschar und meinte wir sollen uns entspannen und genießen. Es ist unglaublich, wie er mit scheinbarer Leichtigkeit Training gibt. Trotz einiger Wehwehchen, die mit 88 Jahren wohl nichts ungewöhnliches darstellen, unterrichtet er mit einem Lachen und einer Art, die einem imponieren muss. Zwischendurch wurde immer mal unterbrochen und Darren rief Leute auf, die die Techniken und deren Interpretation und Umsetzung zeigen sollten. Es ging wie immer um Muto Dori, das Einnehmen und kontrollieren des Raumes. Zusammen mit Jack und Rob habe ich bemerkt, dass man Sokes Ausführungen (besonders wenn er scheinbar in einen Schwertstreich hineinlauft, ohne getroffen zu werden) nicht „einfach“ erklären kann. Es kommen so viele Aspekte zusammen, um dies gelingen zu lassen. Selbst ein sehr aufmerksamer Geist kann sie nicht oder nur schwer alle erfassen und schon garnicht erklären.

Nach dem Training ging ich noch lecker Sushi essen und dann ziemlich geschafft in mein schönes79AB527F-29D1-4953-ABBF-658F97060906 zu Hause hier…

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