Japan 2018, Tag 8

Nein, das Bild von Jörg und mir täuscht. Und endlich ist es raus: nach ewig langer Heimlichtuerei, wurde Jörg heute endlich der schwarze Gürtel verpasst!

Doch von vorn: heute kamen unsere Gastgeber Paul und Tomoe aus den USA wieder. Deshalb haben wir uns entschieden zu keinem anderen Training zu fahren und die Yoga-Session im Hause Masse mitzumachen. Pauls Frau Tomoe hat diese erstklassig abgehalten. Ich denke morgen werde ich tierisch Muskelkater haben und übermorgen dann daran sterben… Tomoe hat viele Hilfsmittel, wie Decken, Kissen, Stühle und Holzklötze zur Unterstützung für die Übungen benutzt (wie im Altersheim… 😂😂) Leider habe ich vergessen mal ein Foto zu machen…

Nachdem auch Paul, der sichtlich unter Jetlag litt, angekommen war, sind wir gemeinsam mega lecker Sushi essen gegangen. So wie das Essen auf dem Bild aussieht, hat es tatsächlich geschmeckt (tut mir wieder sehr leid Doro! 😅)

Nach etwas Ruhe war es dann endlich soweit. Ich hatte mich schon vor Tagen mit Furuta Sensei abgesprochen, dass etwas mit Jörgs Graduierung passieren muss, da er ständig von Lehrern und Ukes angesprochen wurde, warum er nur einen grünen Gürtel trägt. Das Fass zum Überlaufen brachte dann noch das persönliche Lob von Soke für Jörgs Feeling. Naja, Furuta meinte wir sollen heute vor dem Soke-Training, zu dessen Büro kommen. Ich sagte zu Jörg, dass ich dort hin müsse. Als wir davor standen, meinte er er warte draußen und ich sagte, wenn er schon mal hier ist, kann er auch mal mit reinkommen. Als wir an der Reihe waren, deutete Furuta Sensei an, welchen Grad wir jetzt anstreben. Vorher war bereits ein 2. Dan im Gespräch. Plötzlich zeigte Furuta Sensei 3 Finger nach oben! Ich war platt und meinte er solle es entscheiden. Furuta Sensei winkte Jörg zu Soke an den Schreibtisch und dieser füllte eigenhändig (was nicht unbedingt üblich ist) die Urkunde zu, Sandan, dem 3. Dan aus. Jörg fragte: „Was macht er denn jetzt?“ und ich sagte:“Er schreibt deine Dan-Urkunde.“ „Zum 1. Dan???“ (Seinen Blick bei der Frage kann ich hier leider nicht wiedergeben! So ein bisschen wie Scrat von Ice Age, als seine Eichel wegschwimmt… 😳😂😂😂) Und ich sagte: „Nein! (Pause) zum 3. Dan.“ Gut, dass er mir an dieser Stelle nicht umgekippt ist! 😄 Ich zog ein Dan-Patch aus der Tasche, dass ich schon seit einigen Tagen für ihn habe und gab es ihm mit Glückwünschen. 😊

Dann ging es schnell zum Honbu Dojo. Alles was jetzt noch fehlte war, dass Sabine und Steffen Fröhlich zum Training kommen und ich sie dort treffen konnte. Sie wollten sich, gerade in Japan angekommen, mit mir dort treffen. Die Tür ging x mal auf aber von den beiden war nix zu sehen. Als das Training schon eine viertel Stunde lief, öffnete sich noch einmal die Tür und sie kamen endlich ins Dojo. Ich kann das Gefühl schwer beschreiben. Immerhin habe ich Steffen so ziemlich alles zu verdanken. Meinen tiefsten Respekt und Dank dafür! Als ich ihn später umarmte, war es, als schließe sich ein Kreis.

Meine Trainingspartnerin Farah und ich haben unterdessen versucht Sokes Ideen umzusetzen. Es geht immer darum den Gegner zu kontrollieren, ohne ihn besiegende wollen. Soke sprach davon, dass man versuchen sollte nicht zu töten oder zu verletzen. Auch der Gegner sollte, wenn möglich, nicht verletzt werden. Ich muss immer noch an den Vergleich des Kanadischen Shihan denken, der sagte es fühle sich an, als würde Soke mit (s)einem Kind spielen. Da versucht man auch die Kontrolle zu behalten, ohne natürlich das Kind zu verletzen. Auch nicht mental, in dem man es „besiegt“.

Natürlich MUSSTEN wir diesen großartigen Tag bei einem Glas Sake feiern! Morgen ist schon unser letzter Tag, bevor es Sonntag früh nach Hause geht.

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