Japan 2018, Tag 5

Nach dem schönen Tage gestern, mit den vielen Eindrücken, haben wir heute etwas länger geschlafen und sind zum 10.00 Uhr Training zu Ishizuka Sensei ins Honbu Dojo geradelt. Auf dem Weg dahin war es zwar kalt, aber herrlich sonnig. Ishizuka Sensei unterrichtete Basics. Te Hodoki und Kihon Happo. Er zeigte viele Details und gab Erklärungen. Die Techniken wurden aber (wie man es bei Basics eben vielleicht auch macht) deutlich stärker und aktiver ausgeführt, als die Techniken wie sie Soke momentan unterrichtet. Bei ca. 15 Teilnehmern ein sehr schönes Training mit Tino aus Chemnitz.

Jörg und ich sind anschließend zum „berühmten“ Tabi-Shop gefahren, wo glaube ich jeder aus dem Bujinkan, der jemals in Japan war, schon gewesen ist. Dort decken sich immer alle mit Indoor- und Outdoortabi und den dazu gehörigen Socken ein und der Besitzer hat im Laden ein Sammelsurium aus Hunderten Visitenkarten von Bujinkan Mitgliedern aus der ganzen Welt. Auf dem Weg dahin waren wir noch am Atago-jinja Schrein. Nach einem weiteren Schrein, sind wir dann im Sakuraji Tempel angekommen. Auch ein viel besuchter Tempel unter Mitgliedern des Bujinkan. Ich war dort bisher jedes Mal und es ist immer schön da. Gerade heute mit der strahlenden Sonne, hat der Tempel sozusagen auch gestrahlt. Es gibt dort immer jede Menge Glücksbringer zu kaufen und man kann sich für die ganze Familie und Freunde mit Glück eindecken…

Nach lecker Sushi am Band, haben wir ein Päuschen eingelegt und sind dann zum Training zu Hatsumi Sensei geradelt. Er hat viel darüber gesprochen den Uke mit der Intension zu stoppen und zu manipulieren. Zu mir und meinem Uke aus Kanada, hat sich glücklicher Weise auch Furuta Sensei gesellt und hat uns wertvolle Tipps gegeben, Ideen vermittelt und Details gezeigt, die man bei Soke so unmöglich mitkriegen kann. Er legt viel Wert darauf mit den Fingern in unterschiedliche Richtungen arbeiten zu können und dabei aber möglichst nicht die Arme zu benutzen, sondern den Körper über die Beine. Auch entgegengesetzte Bewegungen zu den Händen mit dem Körper auszuführen. Das Berühren des Uke sollte immer super sanft, aber kontinuierlich sein und eine Verbindung aufgebaut und nicht aufgegeben werden. Es sollte so der (leere/freie) Raum (Kukan) um Uke herum genutzt werden, um diesen zu kontrollieren. Wenn ich ein Bild für das Gefühl beschreiben sollte, wäre es vielleicht ein Parcours Läufer, der das Gelände nicht verändert, sondern den sich bietenden Raum nutzt, um sich flexibel fortzubewegen und dabei viel Kontakt zum Gelände hält, um den Lauf zu kontrollieren. So ähnlich wäre vielleicht das Bewegen am- und das Kontrollieren des Uke.

Jörg hatte die Gelegenheit mit einem etwas älteren Japanischen Schwarzgurt zu trainieren, der ihm plötzlich ganz aufgeregt darauf aufmerksam machte, dass Hatsumi Sensei ihn für sein Feeling lobend angesprochen hatte. Eine ungewöhnliche Sache, auch da Jörg „nur“ eine Kyu-Rang inne hat. 👍🏻😃

Später als er sich von Soke das Kanji Zeichen für sein japanisches Sternzeichen, den Feuerdrachen auf ein Kakemono Rollbild zeichnen lassen wollte hat, Soke ihm gleich einen tollen Feuerdrachen gezeichnet. Ursprünglich wollte Jörg 3 kleinere Bilder für sich und zwei andere Schüler aus dem Dojo zeichnen lassen, wovon ich ihm aber abraten musste, da aus Respekt vor Soke und seiner Zeit, die anwesenden Schüler nur für sich EIN Bild machen lassen sollen. Also entschied er sich eine teure Rolle zu kaufen, was sich im Nachhinein als die beste Entscheidung herausgestellt hat!!! Es kamen schon Fragen auf warum Soke ihm ein so tolles Bild gemalt hat und welchen Rang er jetzt von Soke bekommen hat… 😄😄😄 Da war ich als Lehrer schon sehr stolz auf meinen Kleinen!! 😊

Da Jörg ja welche übrig hatte, habe ich mir von Soke auf eine der kleineren Leinwände das Zeichen für Okami (Wolf) zeichnen lassen und ihm dabei ein Tuch geschenkt, was ich gestern gekauft hatte, worauf Hunde der gleichen Rasse waren, wie Hatsumi Sensei jetzt einen hat. Alle sagen es sein ein verrückter Hund, weil er alle beißt, aber als ich ihn im Büro bei Soke gesehen habe, war er ganz ruhig und hat mich nicht angebellt oder geknurrt. Gestreichelt habe ich ihn allerdings auch nicht. Man muss sein Glück ja nicht überstrapazieren… 😅 Soke jedenfalls hat sich scheinbar sehr gefreut, sich bedankt und das Tuch gleich lachend herumgezeigt.

Da es schon sehr spät war und nix anderes mehr auf hatte, mussten wir Armen dann nochmal lecker Sushi essen gehen und haben den schönen Tag im Kasumi An bei einem Glas Sake ausklingen lassen… 😊😊😊

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