Tag 10

Letzter Tag in Japan…

Nach dem Aufstehen ging es gleich zu Shiraishi Senseis Training. Einfach stark. Es gibt viele; die ihm nicht so zugetan sind, aber wie ich schon sagte fehlt den meisten, was er unterrichtet. Diese subtile und weiche Art könnten viele gebrauchen oder zumindest in ihr Training einbringen, um sich zu verbessern. Shiraishi sagte heute: „Most people do not know themselfe and this can cause much trouble. It is very dangerous.“ Ich glaube Sun Tsu hat schon in der „Kunst des Krieges“ geschrieben, dass man zuerst sich selbst kennen sollte, dann den Gegner. Sich selbst und seine eigene Persönlichkeit zu hinterfragen benötigt allerdings eine Menge Mut. Die aufzubringen fällt niemandem leicht. Im Zweifelsfall sollte man halt seine Richtung ändern und genau das ist für mich auch die Essenz von heute und der ganzen Reise. Ich meine nicht etwas hinzuschmeißen, wenn es schwer wird. Augeben macht beim Kampf ja auch nicht wirklich Sinn, wenn darum geht zu überleben. Nein, es geht darum einen anderen Weg zum Erfolg zu finden, wenn der geplante Weg versperrt ist. Oder man noch besser garkeinen speziellen Weg geplant hat, um wiederum flexibel zu handeln, wenn es nötig ist. Ein Ziel sollte man definieren über das WAS, BIS WANN uns das WIE. Letzteres sollte schon im Auge behalten werden, aber wenn man sich nur eine Strategie ausdenkt und diese nicht funktioniert ist man verloren.

Die Bewegungen von Shiraishi Sensei sind, wie er auch immer betont sehr natürlich. Ich denke es ist schlimm, dass es so schwer fällt sich locker und natürlich zu bewegen. Alle Shihane (so auch Shiraishi, was jeder weiß der ihn kennt), welche sich natürlich bewegen lächeln. Also könnte man schlussfolgern, dass lächeln, entspannt und glücklich sein zur Natur der Menschen und ihrem Handeln gehören sollte. Leider ist das oft nicht der Fall…

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Nach dem Training habe ich noch die letzten Mitbringsel besorgt und bin nochmal zu meinen LIeblings-Omis essen gegangen. Vom einfachen  Arbeiter, über Schüler, bis hin zu wohlhabend aussehenden Anzugträgern ist dort alles anzutreffen.

In Japan kann man übrigens überall auf öffentliche Toiletten (von denen es viele gibt) gehen, ohne hygienische Bedenken zu haben. An einem Bahnhof haben sie sogar ein plätschern über den Lautsprecher abgespielt. Wahrscheinlich dass niemand den Zug verpasst, weil er nicht konnte… 🙂

Es gibt in den Zügen gibt es auch spezielle Frauenbereiche, wo zu bestimmten Zeiten keine Männer rein dürfen. So ein Mist! Da will man sich zur Rush-Hour mal ein bisschen an Frauenkörpern reiben und dann sowas!!! 😉

Was ich auch oft gesehen habe, sind Kinder, die genau wie unsere in Deutschland sind: Mama ist ihr Ein und Alles, sie sind neugierig, wollen noch irgendwelchen Quatsch aus den Regalen an der Supermarktkasse haben und so weiter. Da sieht man, dass wir so gleich geboren werden auf der ganzen Welt und nur Politik, Religionen und Erziehung uns zu Feinden und Rivalen werden lassen. Selbst der Dalai Lama schreibt, dass die Welt wohl besser ohne Religionen dran wäre…

Das zweite Training war heute bei Nagato Sensei. Er sprach unter anderem davon, dass zu schützen und zu überleben das Jahresthema sein wird und in der nächsten Zeit immer wichtiger werden wird.

Soke sagte gestern er hat 42 Jahre gelernt, 42 Jahre gelehrt und nun bricht ein neues Zeitalter für ihn an. Als Ergänzung zu gestern ist mir noch eingefallen, dass man auch aufpassen sollte, wenn man Teile von antiken Waffen kauft. Wenn erkennbar ist, dass die Teile öfter getauscht worden sind (wenn z.B. viele Bearbeitungsspuren erkennbar sind), dann könnte das daran liegen, dass die Besitzer vielleicht relativ schnell gestorben sind. Diese mögliche Geschichte einer Waffe sollte man beachten. Dieses gilt auch für Möbel und ähnliches…

Obwohl ich sehr müde war, habe ich mich glücklicher Weise noch entschlossen zu Noguchi Senseis Training zu gehen. Nur 4 Schüler und ein toll aufgelegter und motivierter Noguchi. Ein grandioser Trainingsabschluss für Japan!

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