Tag 9

Heute Morgen wurde Müll abgeholt. Ich hatte mit Paul ausgemacht diesen rauszubringen. Zwischen 7.00 Uhr und 8.30 Uhr muss er draußen auf der Straße an bestimmten Stellen in Tüten aufgestapelt werden, dass er abgeholt werden kann. Der Müll muss nach brennbar und nicht brennbar getrennt werden. Was mir Paul nicht sagte war, dass die Tüten mit Namen beschriftet werden müssen. Das hat mir dann seine Freundin Tomoe, die das Haus quasi leitet, per Chat mitgeteilt. Als ich fragte was ich draufschreiben soll, fragte sie erst ob ich es in Japanisch draufschreiben kann. Als ich dies verneinte, sagte sie ich kann es auch in Englisch drauf schreiben. Auf die Frage was sagte sie PAUL. ich fragte ob ich wirklich nur PAUL draufschreiben soll und ob die Müllfirma Paul denn so genau kennt!? Und sie meinte:“Kein Problem,es gibt nur einen Paul in Noda.“  🙂

20151215_031414.jpgDann bin ich recht zeitig nach Asakusa gefahren. (Nein, da sagt man nicht Gesundheit!!) Da steht ein sehr beliebter Tempel mit unglaublich vielen Souvenirshops rundherum. WENN man Souvenirs in Tokyo kaufen möchte, sollte man hier unbedingt mal hingehen. Natürlich habe ich auch einiges erstanden. Von dort bin ich dann zum Tokyo Skytree Tower gelaufen und hochgefahren. Dieser Turm steht noch nicht lange und ist das höchste Gebäude Tokyos. Die obere Aussichtsplattform ist 450m hoch. Und es ist gerade STAR WARS Ausstellung da oben.

Nach dem ich am frühen Nachmittag von meinem Touri-Teil des Tages zurück war, habe ich ausgeruht und etwas geschlafen, um für das Training mit Soke frisch zu sein. Es waren unglaubliche (wenige) 25 Leute beim Training! Ich habe wieder mit Jim aus Californien und einem japanischen Shihan trainiert. Der hat uns immer gute Tipps gegeben. Nach dem ersten Teil hat Sensei mal nichts gezeichnet, sondern hat sich auf einen Stuhl gesetzt, alle haben sich darum gesetzt und er hat erzählt. Eine so kleine und „nahe“ Gesprächsrunde kenne ich sonst nur von den Shihanen. Er sagte unter anderem, dass es heutzutage sehr viele Menschen gibt die BUDO nicht wirklich verstanden haben und er werde deshalb bald wieder ein Buch schreiben. Außerdem erzählte er, dass er einmal ein schönes altes Schwert angeboten bekommen hatte, bei dem er aber irgendwie kein gutes Gefühl hatte und es ablehnte. Derjenige der es dann kaufte starb kurze Zeit später und das passte wohl zu der Geschichte des Schwertes. Es gäbe viele Menschen die Antiquitäten kaufen und man sollte immer genau auf den Preis schauen und auf die Qualität und den Zustand, da sich so sehr viel über da Objekt erkenn ließe. Er Schwert das z.B. in sehr gutem Zustand ist, ist meistens auch nicht alt, denn die Schwerter sind eher rostig wenn sie sehr alt und wertvoll sind, man muss sie dann erst wieder polieren. Und auch die Geschichte eines Schwertes ist wichtig. Man sollte sich bewusst sein, dass mit einem alten Schwert vielleicht auch schreckliche Dinge gemacht wurden und viel (unschuldiges) Blut vergossen wurde. Diese (negative) Energie bleibt im Schwert erhalten und man sollte sich dessen bewusst sein. Man sollte nicht nur nach Preis, Form oder Farbe gehen, sondern die Energie fühlen und sich fragen was das jeweile Stück für eine Geschichte hat und dann seinem Gefühl trauen.

Der Abschluss des Tages war dann ein sehr schönes entspanntes Sushi-Essen mit Ricardo Gomez aus Hamburg.

Ich habe ein paar Notizen, zu denen ich noch etwas schreiben will, aber heute soll es erstmal genug sein. Gute Nacht aus Japan!

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