Tag 8

Heute Früh waren über 2 Stunden Footwork, Spinework, Handwork angesagt! Wer Shiraishi Sensei kennt weiß was ich meine… Bis kurz vor Ende der Session waren nur einer seiner älteren Schüler und ich da. D.h. die beiden haben sich 2 Stunden für mich Zeit genommen. Am Anfang kam ich mir echt vor wie ein blutiger Anfänger, aber nach einer halben Stunde wurde es dann besser. Shiraishis Training und Verständnis unserer Kunst unterscheidet sich sehr stark von den restlichen Shihanen. Natürlich sind auch Japaner nur Menschen und hinter Ihren freundlichen und zuvorkommenden Fassade tun sich die gleichen Abgründe auf, die jeder Mensch auf der Welt in sich hat. Jeder hat seine Licht- und Schattenseiten, sein In und Yo, seinen Engel links, Teufel rechts – lechz… So wird auch in Japan schlecht über Leute gesprochen, die anders sind oder Dinge anders sehen. So auch bei den Shihanen und einigen die keine sind. Mir geht dieser Trash-Talk ziemlich auf den Keks. Ich versuche zu allen Lehrern zu gehen und mir neue Ideen zu holen, Inspirationen besser zu werden und mich zu hinterfragen. Manchmal braucht man eine gewisse Stärke oder Härte und manchmal ist es auch dieser „sneaky way“ eines Shiraishi, den es braucht die Augen zu öffnen und den Horizont zu erweitern. In und Yo. Wenn Menschen Dinge generell ablehnen oder generell über alles stellen, versuche ich das generell zu hinterfragen und die jeweils andere Seite zu sehen.

Nach Mittagessen bei meinen Lieblings-Essen-Omis (die aber garnicht da waren, wahrscheinlich machen die immer die Spätschicht) und einer kurzen Shopping-Tour, ging es dann zu Nagato Senseis Training. Trainiert habe ich mit Jim aus Californien, der heute ankam. Da konnte ich gleich die sehr unterschiedlichen Aspekte von Robs Training gestern und Shiraishis heute anwenden. 🙂

Jetzt ist ausruhen angesagt. Morgen ist nur ein (nur EIN!!!!) Training bei Soke abends. Das letzte mal, dass ich ihn bei dieser Reise sehen werde.

In Japan, wie hier in Noda, sind alle Häuser auf engstem Raum gebaut. Die Fenster blickdicht verschlossen und man kann nur ahnen, was dahinter vorsich geht. Ich muss dann immer an Schottland denken, wo riesige gardinenlose Fenster den Blick ins Wohnzimmer ermöglichen. Menschen sind so gleich und doch alle verschieden. Nur im gleichen Maße verrückt… 😉

Auch sind die Häuser grau und farblos. (oder wie hier in der Nähe eines, PINK, was auch starke Geschmackssache ist) Aber nachts kriegt hier alles Farbe. Überall bunte Lichter und Schriften. Könnte kaum gegensätzlicher sein.

 

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